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Achtsamkeit

Die Diagnose einer Krebserkrankung erschüttert das Leben in seinen Grundfesten. Nichts ist mehr so, wie es einmal war und mit dieser Situation zurechtzukommen, ist unglaublich schwer.

Plötzlich ist der Alltag geprägt von Ängsten: Fragen wie „Was kommt da auf mich zu? Wie werde ich mit der Therapie zurechtkommen? Wird die Therapie mir helfen? Werde ich diese Krankheit überstehen? Wie sind meine Lebenserwartungen? türmen sich auf.

Eine riesige Mauer aus Sorgen, Problemen und der Angst, alles zu verlieren, was das Leben bisher ausgemacht hat, baut sich vor den Betroffenen auf.

Unser in der Regel zukunftsorientiertes Denken bietet da keine Hilfestellung, denn wer weiß schon, was morgen ist.

Seit einiger Zeit hat sich eine Strategie etabliert, mit dieser Situation besser umgehen zu können und das Leben, das man hat, an jedem Tag den man hat, wieder schätzen zu lernen und den Fokus auf das hier und jetzt zu richten.

„Achtsamkeit“ nennt sich die, ursprünglich von dem inzwischen emeritierten Arzt Professor Jon Kabat-Zinn aus New York, entwickelte Strategie.

Bestehend aus praktischen Elementen wie Meditation und Yoga und einer Anleitung zum besseren Umgang mit gedanklichen Prozessen, soll die Schulung der „Achsamkeit“ den Patienten helfen, mit Stress, Angst und ihren Krankheiten besser umzugehen.

Achtsamkeit lehrt uns, Gedanken und Gefühle wertfrei zu betrachten, ohne sie zu analysieren. Dadurch wird ein gewisser Abstand gewonnen und wir verstricken uns weniger in Endlosschleifen zermürbender Fragestellungen.

Neue Einsichten bezüglich bestehender Ängste und Wünsche werden gewonnen und wir lernen, jedem Augenblick Aufmerksamkeit zu schenken, Erfahrungen anzunehmen und die Situation, in der wir gerade leben, zu akzeptieren.

Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Körper und Geist entwickeln. Das ist das Ziel dieser hilfreichen Strategie, die auch in schweren, bedrohlichen Situationen den Blick über die Mauer der Verzweiflung ermöglicht.

Ohne Resignation, aber mit Würde und im besten Fall Humor wollen wir uns dem Leben stellen. Im Geist der Achtsamkeit leben heißt, nach Kabat-Zinn, jeden Augenblick, egal ob gut oder schlecht, so zu akzeptieren, wie er ist und damit umzugehen.

Das hört sich sehr schön an, werden Sie jetzt vielleicht denken, aber wie soll das gelingen?

Seit einiger Zeit gibt es die Möglichkeit an Kursen teilzunehmen, in denen die Technik der MBSR („Mindful Based Stress Reduction“), also der Stressbewältigung durch die Praxis der Achtsamkeit, gelehrt wird.

Es ist mittlerweile bekannt, dass die Technik der Achtsamkeit Auswirkungen auf das Gehirn hat. Emotionen werden reguliert, man entwickelt Aufmerksamkeit sich selbst gegenüber und erlangt kognitive Kontrolle.

Der Körper antwortet entsprechend mit einer Reduzierung der Symptome, einem gesteigerten körperlichen Wohlbefinden und der Aktivierung des Immunsystems.

Gründe genug also, sich der Achtsamkeit zu verschreiben.

Probieren Sie es aus und suchen Sie über die Stichwörter „Achtsamkeit“ und „MBSR“ nach Kursangeboten in Ihrer Nähe.

Über den folgenden Link können Sie sich das Angebot eines solchen Kurses anschauen: http://www.mbsr-ansbach.de

 

Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt.

Leo Tolstoi